Bei Verwendung der ETS ab Version 5.7.7 und dem Applikationsprogramm „Bereichs-Linien-Koppler/Verstärker 90242x“ kann der Koppler als Linienverstärker zur Erweiterung größerer KNX-Anlagen eingesetzt werden.
Da Linienverstärker gegenüber Segmentkopplern funktional eingeschränkt sind, sollte diese Betriebsart nach Möglichkeit durch einen Segmentkoppler ersetzt werden.
Der Linienverstärker verbindet innerhalb einer KNX-Linie das erste Liniensegment mit einem untergeordneten Liniensegment zu einem logischen Funktionsbereich und gewährleistet dabei eine galvanische Trennung zwischen den Teilbereichen.
Die einzelnen Liniensegmente können dadurch elektrisch unabhängig voneinander betrieben werden.
Im Gegensatz zum Segmentkoppler verfügt der Linienverstärker:
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über keine Informationen zu den Geräten in den einzelnen Liniensegmenten und leitet deshalb alle physikalisch adressierten Telegramme weiter.
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über keine Filtertabelle, sodass alle Gruppentelegramme ungefiltert weitergeleitet werden.
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Broadcast-Telegramme werden grundsätzlich immer weitergeleitet.
Hinweis
Das Hintereinanderschalten mehrerer Linienverstärker ist nicht zulässig.
Inbetriebnahme
Bei der Inbetriebnahme eines Projekts mit Linienverstärkern wird folgende Reihenfolge empfohlen:
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Projektierung der KNX-Installation (physikalische Adressen, Gruppenadressen und Parameter).
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Falls vorhanden, zuerst die physikalischen Adressen der Bereichs- und Linienkoppler programmieren.
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Anschließend die physikalischen Adressen der Linienverstärker sowie deren Applikationsprogramme programmieren.
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Danach die Applikationsprogramme der Koppler übertragen.
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Zum Schluss die physikalischen Adressen aller übrigen KNX-Geräte programmieren und anschließend deren Applikationen (Sensoren, Aktoren usw.) übertragen.
Der Linienverstärker kann sowohl von der übergeordneten als auch von der untergeordneten Linie aus programmiert werden.
Topologie
Zur Erweiterung einer bestehenden KNX-Linie oder zur Erhöhung der maximalen Leitungslänge können mit Hilfe von Linienverstärkern (LV) zusätzliche Liniensegmente aufgebaut werden.
Jede Linie beziehungsweise jedes Liniensegment benötigt eine eigene Spannungsversorgung (SV) und ist galvanisch von den übrigen Liniensegmenten getrennt.
Der Linienverstärker überträgt Telegramme zwischen den einzelnen Liniensegmenten ohne Filterfunktion der Gruppenkommunikation.
Hinweis
Linienverstärker müssen parallel zueinander verschaltet werden.
Aufgrund des Routing Counters kann ein Telegramm maximal über sechs Koppler weitergeleitet werden (LV–LK–BK–BK–LK–LV).
Die elektrische Spannungsversorgung der Verstärkerlogik erfolgt aus der übergeordneten Linie heraus.
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