Der Bereichs-/Linienkoppler verbindet zwei KNX-Linien zu einem logischen Funktionsbereich und gewährleistet eine galvanische Trennung zwischen diesen Linien.
Dadurch kann jede Buslinie einer KNX-Installation elektrisch unabhängig von den anderen Linien betrieben werden.
Grundsätzlich wird unterschieden, ob der Koppler:
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physikalisch adressierte Telegramme weiterleitet (z. B. Telegramme der ETS während der Inbetriebnahme oder beim Applikationsdownload) oder
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Gruppentelegramme weiterleitet (Kommunikation über Gruppenadressen im laufenden Betrieb, z. B. zum Schalten einer Beleuchtung).
Physikalisch adressierte Telegramme
Zur Weiterleitung physikalisch adressierter Telegramme muss der Koppler seine eigene physikalische Adresse kennen. Dadurch ist seine Zugehörigkeit zu einer Linie eindeutig definiert.
Der Koppler vergleicht die Zieladresse eines empfangenen Telegramms mit seiner eigenen Linienadresse und entscheidet – abhängig von der Senderichtung – ob das Telegramm weitergeleitet wird.
Dieses Verhalten ist parametrierbar.
Gruppentelegramme
Für die Gruppenkommunikation kann das Verhalten des Kopplers abhängig von der Senderichtung eingestellt werden.
Es besteht die Möglichkeit:
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alle Gruppentelegramme weiterzuleiten oder
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alle Gruppentelegramme zu sperren.
Zur Verringerung der Buslast kann zusätzlich eine Filtertabelle in den Koppler geladen werden.
In diesem Fall werden ausschließlich Gruppentelegramme weitergeleitet, deren Gruppenadressen in der Filtertabelle enthalten sind.
Die Einstellungen können getrennt für folgende Hauptgruppen vorgenommen werden:
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Hauptgruppen 0–13
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Hauptgruppen 14–31
Die Filtertabelle wird automatisch von der ETS erzeugt und beim Download der Applikation oder bei einem partiellen Download der Gruppenadressen in den Koppler übertragen.
Broadcast-Telegramme
Broadcast-Telegramme (z. B. ETS-Management-Telegramme zum Erkennen von Geräten im Programmiermodus) können wahlweise:
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immer weitergeleitet oder
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vollständig gesperrt
werden.
Inbetriebnahme
Bei der Inbetriebnahme eines Projektes mit Bereichs-/Linienkopplern wird folgende Reihenfolge empfohlen:
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Projektierung der KNX-Installation (physikalische Adressen, Gruppenadressen und Parameter).
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Zuerst die physikalischen Adressen der Koppler sowie deren Applikationsprogramme programmieren.
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Anschließend die physikalischen Adressen aller übrigen KNX-Geräte programmieren.
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Danach die Applikationen der Sensoren und Aktoren übertragen.
Für Testzwecke während der Projektierungsphase empfiehlt es sich,
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die Parameter „Gruppentelegramme Hauptlinie → Linie“ und
„Gruppentelegramme Linie → Hauptlinie“
zunächst auf „weiterleiten“ zu stellen,
oder
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die Filterfunktion direkt am Gerät über die Taste Pass GA zu deaktivieren.
Dadurch werden vorhandene Filtertabellen während der Testphase nicht berücksichtigt.
Zum Abschluss sollten die Filtertabellen in die Koppler übertragen werden.
Dies erfolgt automatisch beim Download der vollständigen Applikation oder beim partiellen Download der Gruppenadressen.
Topologie
Der Bereichs-/Linienkoppler überträgt Telegramme zwischen einer untergeordneten und einer übergeordneten Linie.
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Linienkoppler: Linie ↔ Hauptlinie
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Bereichskoppler: Hauptlinie ↔ Bereichslinie
Die Funktion des Gerätes wird über die physikalische Adresse festgelegt:
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Bereichskoppler (BK):
B.0.0(1 ≤ B ≤ 15) -
Linienkoppler (LK):
B.L.0(1 ≤ B ≤ 15, 1 ≤ L ≤ 15)
Jede Linie besitzt eine eigene Spannungsversorgung und ist galvanisch von den übrigen Linien getrennt.
Über Linienkoppler können bis zu 15 Linien zu einem Bereich zusammengefasst werden.
Bis zu 15 Bereiche können über Bereichskoppler miteinander verbunden werden.
Bereichs- und Linienkoppler sind logisch immer der untergeordneten Linie zugeordnet.