Modbus TCP Datenpunkt anlegen

Modbus-TCP-Datenpunkte repräsentieren die einzelnen Modbus-Werte eines Modbus-TCP-Geräts. Innerhalb von Logikgruppen werden sie über die Logikelemente Modbus TCP Werteingang und Modbus TCP Wertausgangverwendet.

Ein neuer Datenpunkt wird durch Klicken auf die graue Fläche mit dem Pluszeichen (+) angelegt.

Neue Datenpunkte erhalten automatisch die erste freie Adresse für die aktuell ausgewählte Unit ID.

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Modbus TCP Datenpunkt Konfiguration

Beim Anlegen oder Bearbeiten eines Datenpunkts öffnet sich die Konfiguration mit den folgenden Parametern.

Zusätzlich können Datenpunkte kopiert, einzeln gelöscht oder über die Mehrfachauswahl markiert und gemeinsam gelöscht werden.


Allgemein

  • Name
    Geben Sie einen beschreibenden Namen für den Datenpunkt ein.

  • Beschreibung
    In diesem Textfeld können eine ausführlichere Beschreibung oder zusätzliche Informationen zum Datenpunkt hinterlegt werden.

  • Datentyp
    Wählen Sie den Datentyp des Modbus-Registers aus.

    Folgende Datentypen stehen zur Verfügung:

    • Float

    • Integer

    • Unsigned Integer

    • String

    Die Auswahl bestimmt, wie empfangene und gesendete Werte interpretiert werden.


Registereinstellungen

In diesem Bereich werden die grundlegenden Parameter für den Zugriff auf das Modbus-Register konfiguriert.

  • Unit ID
    Gibt die Geräteadresse des Modbus-Teilnehmers an. Über die Unit ID wird der entsprechende Teilnehmer innerhalb der Modbus-Kommunikation adressiert.

  • Registertyp
    Wählen Sie den Registertyp aus, auf den zugegriffen werden soll.

    Folgende Registertypen stehen zur Verfügung:

    • Holding Register

    • Input Register

    • Coil

    • Discrete Input

    Der Registertyp bestimmt unter anderem, ob ein Wert gelesen und/oder geschrieben werden kann.

    Für Coil und Discrete Input ist ausschließlich der Datentyp Bool mit einer Größe von 1 Bit zulässig.

    Für Holding Register und Input Register stehen numerische Datentypen sowie der Datentyp String zur Verfügung.

    Bei Verwendung des Datentyps String kann eine Größe von 1 bis 250 Byte festgelegt werden.

  • Adresse
    Definiert die Registeradresse, auf die dieser Datenpunkt zugreift.

    Zulässige Werte liegen im Bereich von 0 bis 65535.

    Die Kombination aus Unit ID und Registeradresse muss innerhalb eines Modbus-TCP-Geräts eindeutig sein.

    Hinweis

    Je nach Hersteller kann die Registeradressierung 0-basiert oder 1-basiert sein.

    Beachten Sie hierzu die Dokumentation des jeweiligen Modbus-Geräts.

  • Abfrageintervall in Sekunden
    Mit dieser Option wird festgelegt, ob für den Datenpunkt das Standard-Abfrageintervall des zugehörigen Modbus-TCP-Geräts oder ein individuelles Abfrageintervall verwendet wird.

    • Ist die Option aktiviert, verwendet der Datenpunkt automatisch das im Modbus-TCP-Gerät konfigurierte Standard-Abfrageintervall.

    • Ist die Option deaktiviert, kann für diesen Datenpunkt ein individuelles Abfrageintervall in Sekunden festgelegt werden.

    Dadurch können einzelne Datenpunkte unabhängig vom Standardintervall häufiger oder seltener abgefragt werden.

    Hinweis

    Ein kürzeres Abfrageintervall ermöglicht eine schnellere Aktualisierung der Werte, erhöht jedoch gleichzeitig die Kommunikationslast zwischen dem LOGIKEDITOR und dem Modbus-TCP-Gerät.


Bearbeitung verwendeter Datenpunkte

Wird ein Modbus-TCP-Datenpunkt in einer aktiven Logikgruppe verwendet, können bestimmte Eigenschaften nicht verändert werden.

Die betreffenden Felder werden in der Konfiguration deaktiviert und mit einem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet.

Davon können beispielsweise folgende Eigenschaften betroffen sein:

  • Name

  • Datentyp

  • Registertyp

Um diese Eigenschaften bearbeiten zu können, muss die Logikgruppe, in der der Datenpunkt verwendet wird, zunächst deaktiviert werden.


Verwaltung

Hinzufügen

Klicken Sie auf die graue Fläche mit dem Pluszeichen (+), um einen neuen Modbus-TCP-Datenpunkt anzulegen.

Kopieren

Über das Kopieren-Symbol wird der ausgewählte Modbus-TCP-Datenpunkt dupliziert.

Der kopierte Datenpunkt wird als neuer Eintrag angelegt und erhält im Namen den Zusatz Kopie von ….

Beim Kopieren werden alle Einstellungen des ursprünglichen Datenpunkts übernommen. Dazu gehört auch die konfigurierte Registeradresse.

Da die Kombination aus Unit ID und Registeradresse innerhalb eines Modbus-TCP-Geräts eindeutig sein muss, wird der kopierte Datenpunkt zunächst als fehlerhaft markiert.

Hinweis

Der kopierte Datenpunkt kann erst gespeichert werden, nachdem eine neue, eindeutige Registeradresse vergeben wurde.

Löschen

Über das Mülltonnen-Symbol wird der ausgewählte Modbus-TCP-Datenpunkt entfernt.

Vor dem Löschen prüft der LOGIKEDITOR, ob der Datenpunkt innerhalb von Logikgruppen verwendet wird.

  • Wird der Datenpunkt in einer aktiven Online-Logikgruppe verwendet, kann er nicht gelöscht werden.

  • Wird der Datenpunkt ausschließlich in einer Arbeitskopie verwendet, kann er gelöscht werden. Das Löschen wirkt sich jedoch auf die betroffenen Logikgruppen aus.

Achtung

Prüfen Sie vor dem Löschen eines Modbus-TCP-Datenpunkts, ob dieser in Logikgruppen verwendet wird. Durch das Löschen können bestehende Verknüpfungen in Arbeitskopien ungültig werden.


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